Erziehung

Nicht zu glauben, aber mit Körpersprache, Stimme und liebevoller Konsequenz kann man auch der Katze beibringen, was erlaubt und nicht erlaubt ist.

Kann man Katzen erziehen?

So manch ein Hundebesitzer wird läheln, wenn wir Katzenbesitzer von "Erziehung" bei Katzen sprechen. Aber mit viel Geduld, konsequenz und vor allem GEWALTLOS werden auch Sie Ihrer Katze ein paar Spielregeln angewöhnen können.

Was hat sich bewährt?

  • Eindeutige Wörter für "Verbote": Rufen Sie "NEIN" und holen Sie Ihre Katze wieder vom Tisch runter.
  • Wasser: Wir verwenden eine kleine Wasserspritze (eigentlich zum Blumen bestäuben) bei hartnäckigen Verstößen. D.h. wir spritzen den Katzen nicht direkt ins Gesicht sondern einfach 10-30cm über Sie, so daß es runternieselt und schon ergreifen sie die Flucht. Wichtig ist, daß die Katze nicht sieht, daß Sie der Regenmacher sind. Von den "ins Ohr kneifen, weils die Katzenmamma auch so macht" halte ich gar nichts, mein Kater Maxl wurde daraufhin richtig aggressiv und hat mich dann ziemlich heftig gebissen. Ich empfehle eher die Wassermethode.
  • Belohnung: Wenn Ihre Katze anfängt an der Couch zu kratzen, setzen Sie sie auf den Kratzbaum, kratzen mit Ihrer Hand etwas am Stamm (sozusagen als Vorbild) und wenn ihre Katze dann am Kratzbaum weiterkratzt, loben sie Ihre Katze und geben Ihr dafür auch gerne mal ein Leckerlie.
  • Kratzen & Beissen: Bei kleinen Katzen ist das normal, daß sie beim spielen Ihre Beute bekämpfen. Wir haben uns deshalb - unserer Hände zuliebe - angewöhnt, daß wir nicht mit der menschlichen Hand die "Beute" spielen, sondern mit Spielzeug. So daß die Katze erkennt: menschliche Hand=streicheln und schmusen, Spielzeug darf man beissen und kratzen. Auch hier, in hartnäckigen Fällen mal zur Wasserspritze greifen und denken Sie an Ihr Verbotswort "nein". Wichtig: Schlagen Sie niemals Ihre Katze - sie wird Ihre Hand immer als "böse" in Erinnerung behalten.
  • Beobachten & Lernen: Alle Tipps sind oft vergebens - es hat alles nichts gehofen? Beobachten Sie Ihre Katze, wenn sie denken, daß sie ein zu aggressiv-auffälliges Wesen zeigt. Hat sich etwas in der Umgebung verändert, bekommt sie zuwenig Aufmerksamkeit? Gehen Sie nicht auf Sie zu, wenn sie nicht will. Wir hatten so einen kleinen Kampfkater und im Laufe der Jahre haben wir einfach an seinem Gesichtsausdruck gesehen, daß er jetzt beißt, wenn man ihn anfasst. Abgewöhnen konnten wir es ihm nicht mehr. Bei dauerhaften Verhaltensstörungen kann ein Rat beim Tierarzt/Tierheilpraktiker nicht schaden.
  • Lockruf: Mein Kater Maxl z.B. kam sofort vom Gassigehen heim, wenn man ihm gepfiffen hat. Dieses Verhalten habe ich nicht mal absichtlich antrainiert. Ich habe nur anfangs immer unbewußt, wenns was zum Essen gab, nach ihm gepfiffen. Cenga & Chamsin stehen nicht so auf pfeiffen - aber auf kleine Glöckchen. Wenns irgendwo bimmelt sind sie da. Finden Sie heraus, auf was Ihre Katze "hört"!
  • Geduld: ist immer noch das A&O der Katzenerziehung.